DEUBAU 1996: 17. - 23.1.96 IN ESSEN


Persönliche Vorbemerkungen | Veranstaltungsprogramm | Adresse / Ansprechpartner / Anreise

Im Januar 96 ist es wieder soweit: die alle zwei Jahre stattfindende DEUBAU in Essen öffnet ihre Pforten für Bauinteressierte aus nah und fern.
Als ich vor einigen Jahren ins Ruhrgebiet zog, hatte ich zwar von der DEUBAU gehört als einer der (damals, vor 1990!) drei großen deutschen Baumessen, das Interesse war allerdings nie so groß, daß ich deswegen aus Nord- oder Süddeutschland aus angereist wäre.
Als nunmehr Einheimischer im Ruhrgebiet wollte ich mir allerdings vor zwei Jahren die Gelegenheit nicht nehmen lassen, erstmals die DEUBAU zu besuchen. Kollegen warnten mich mit dem Hinweis, die DEUBAU sei doch eher eine Häuslebauermesse als eine Architektenmesse. Ich ließ mich davon nicht abschrecken und wagte einen Besuch.
Leider bestätigten sich die Vor-Urteile meiner Kollegen, denn ich stellte ziemlich schnell fest, daß das Ausstellerangebot sehr viel bescheidener war als auf der damaligen CONSTRUCTA in Hannover, die ich sehr gut kannte. Vor allem fehlten die "Großen" vieler Branchen - damals suchte ich beispielsweise Fassadenhersteller. Im Bereich der Bausoftware war ein eklantanter Unterschied zu bemerken zu CONSTRUCTA, CeBIT und ACS: keiner der großen Softwareanbieter war mit der Messetruppe des Stammhauses vertreten, sondern nur mit den Leuten der regionalen Verkaufsbüros. Somit war für den Insider keine qualifizierte Direktinformation zu bekommen, sondern nur verkaufsfördernd geschöntes Prospektwissen.
Dies mag alles verständlich sein im Hinblick auf die Fülle der Messetermine seitens der Anbieter, aus Kunden- bzw. Interessentensicht war es enttäuschend.

Auf der anderen Seite war viel Engagement zu beobchten seitens der regionalen Architektenverbände - die Architektenkammer NRW war mit einem Messestand vertreten, der BDA hatte mit viel Enthusiasmus eine Ausstellung erarbeitet, die Messeleitung hatte den DEUBAU-Preis ausgelobt, verliehen und ausgestellt (dafür aber den von mir geschätzten DEUBAU-Produktpreis ersatzlos gestrichen)

Ich bin gespannt, was uns die DEUBAU 96 bringt - und wieviele Aussteller den Berliner Messeplatz im Februar vorziehen! Daran wird auch das aus der postmodernen Mottenkiste gezogene "Collosseum" nichts ändern! Wie vor zwei Jahren hat sich die Messeleitung offensichtlich wieder ein Diskussions- Vortrags- und Ausstellungsobjekt designen lassen, das werbewirksam vermarktet werden kann.

Weitere Baumessen

Die Szene der Baumessen war vor der Wende bestimmt durch die drei großen Namen CONSTRUCTA (in Hannover), DEUBAU (in Essen) und BAU (in München). Dabei gab es immer wieder das Problem, daß diese Messen unkoordiniert stattfanden, und oft in sehr geringem zeitlichen Abstand. Ende der achtziger Jahre hatte man sich innerhalb der Messegesellschaften endlich auf einen Drei-Jahres-Rhythmus geeinigt, um jeder Messe gleiche Chancen einzuräumen, die Aussteller nicht überzustrapazieren und den Fachbesuchern ein bestmögliches Angebot zu gewährlisten.
Doch mit der Wende kam die Interessenverlagerung vieler Aussteller auf den Osten, die Etablierung wichtiger Baumessen in Berlin und Leipzig - und vorbei war es mit dem Dreijahresrhythmus! Ein Fünfjahresturnus widerum war für Messeveranstalter und regionale Besucher nicht akzeptabel. Die CONSTRUCTA in Hannover zog die Konsequenz, den Messetermin in den November zu verlegen und zudem noch den Namen zu verwandeln in CONSTRUCTEC. Die DEUBAU beließ es bei dem angestammten Januar-Termin und riskiert die Nähe zur BAUTEC in Berlin, die im Februar stattfindet.


Herausgeber: archimedia institute bochum germany --- Redaktion: harald.gatermann@fh-bochum.de 4.12.95
Web-Site: http://www.fh-bochum.de/fb1/a-deubau.htm ---- Home-Page: http://www.fh-bochum.de/fb1/ archinet.htm