ACS´96
Berichte von der Messe

 

Ein Tip "hinter vorgehaltener Hand": wer die Spannung nicht mehr erträgt, die von Messe-Ankündigungen ausgeht, der ziehe sich einen "Blaumann" an und streife inkognito am Vorabend einer Messe wie der ACS durch die Halle. Es ist immer das gleiche Szenario: Während einige Stände schon perfekt fertig sind und ungebetene Gäste durch ein ringsherum gespanntes Klebeband abhalten, wird an einigen Flächen auch um 20.00 abends noch gehämmert und gebastelt.

Für den Fall der Fälle gibt es einen "fliegenden Händler", der von Computer-Klebe-Schriften bis hin zur Reißzwecke jeden Deko-Wunsch erfüllt. Aber entweder ist die Organisation perfekter geworden oder der merkliche Ausstellerschwund zeigt seine Folgen: es sind im Vergleich zum Vorjahr doch einige Flächen leergeblieben bzw. von der Messeleitung selbst gefüllt worden: mit dem Sonderstand ONLINE, mit der INFOTHEKE, die nicht mehr vor dem Halleneingang steht, sondern mittendrin und von orientierungslosen Neu-Besuchern wahrscheinlich gar nicht gefunden wird und mit der Ausstellung des ACS-Plakatwettbewerbs und des ACS-PREISES für den CAD-Wettbewerb - diesmal unter dem Thema "Würfel".

 

Wenn der Stand dann immer noch zu leer erscheint, kann man sich, wie die Telekom, auch noch eine Blume kaufen . . .

 

Doch jetzt zu unseren ersten Messeentdeckungen und -Eindrücken:
  • Nemetschek hat offensichtlich große Online-Ambitionen, so zeigt schon der ACS-Katalog, den man sich bekanntlich, wie im Vorjahr erstmals praktiziert, bereits vor der Messe ins Haus kommen lassen kann.
    Dieser Eindruck wird auf der Messe verstärkt, wo Nemetschek neben dem (im Vergelcih zum Vorjahr kleiner und überschaubarer gewordenen Hauptstand D04) einen separaten Online-Stand (E04) zeigt.
    Hier gibt´s die u.a. eine Video-unterstützte Hotline zu sehen.

  • Das Thema Video-Konferenz ist übrigens auch zu sehen bei RIB (Stand B04) und bei der Telekom, wo sich IEZ per Video-Konferenz zeigt.
    ISDN macht´s möglich: von nun an können Sie gemeinsam mit Fachplanern und Bauherren an einem "virtuellen" Besprechungstisch sitzen, sich gegenseitig per Videobild betrachten, per Mikrofon besprechen, per Tastatur Notizen machen und gleichzeitig die CAD-Pläne online abstimmen.

  • Das ist sicher ein interessanter Aspekt des Messeschwerpunktthemas ONLINE, wenngleich die meistens Aussteller sich darunter die Präsenz im Internet vorgestellt haben, und sich anstrengten, zur Messe eine vorzeigbare Web-Site zu haben, denn man weiß ja nie, was die "Mitbewerber" zur Messe aus dem Hut zaubern. Damit die Messe nicht gar zu langweilig wird, sind die Online-Aktivitäten natürlich auch entsprechend plakatiert und fast jeder Messestand hat ein Online-Terminal mitgebracht.

  • Die Edition AUM hat nach der eher peinlichen Premiere mit der zur ACS 95 Infomanager-CD nun nicht nur die CD-ROM qualitativ sehr stark verbessert, sondern kündigt zur ACS 96 auch eine Online-Version an mit 18000 kostenlos verfügbaren Adressen an. Wir sind gespannt, nachdem die Web-Site schon seit Wochen auf den 13.November verweist.

  • Die deutschen Architekturhochschulen sind erstmals mit einem gemeinsamen Messestand vertreten und zeigen ein breites Anwendungsspektrum dessen, was Studierende heutzutage im Bereich CAD, Baumanagement, Visualisierung und Multimedia lernen und weiterentwickeln. Zwei Architekturführer werden gar online angeboten: A-IDA aus Kiel und ein Wegweiser zur IBA EMSCHER PARK aus Bochum.
    Dieser Messestand wird finanziell mitgetragen von Softwareherstellern wie acadgraph, cubulus, graphisoft, nemetschek, quadric, rib und einer Reihe von Hardwareherstellern wie ELSA, aber auch anderen Firmen aus dem Bau- und Planungsbereich wie DLW, YTONG etc.

  • weitere Softwarehersteller, die zur ACS online präsent sind: Sidoun, mb-Programme, Autodesk, etc.

 

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